F.A.Q. - Häufig gestellte Fragen

  » Warum hat Attingo Datenrettung keine Pauschalpreise?
  » Was ist ein Headcrash?
  » Wie funktioniert ein Schreib-Lesekopf?
  » Wie speichert ein Schreib-Lesekopf die Daten?
  » Wie funktioniert das Lager der Festplatte?
  » Woran erkenne ich einen Headcrash?
  » Welche Arten von Datenverlust gibt es?
  » Wie erkenne ich eine Hardwareschaden?
  » Welches Risiko habe ich bei einem Selbstversuch?
  » Wie kann ich das Risiko eines Selbstversuchs einschätzen?
  » Wie verschicke/transportiere ich eine Festplatte?
  » Welche Anzeichen für Datenverlust gibt es?
  » Ich habe ein persönlich zugeschnittenes Raid-System, können Sie dennoch die Daten retten?
  » Kann Attingo verschlüsselte oder komprimierte Daten wiederherstellen?
  » Ich habe die Platine oder die Stecker an der Harddisk beschädigt, sind die Daten verloren?
  » Wie lange dauert eine Datenrettung?
  » Wieso ist das richtige Ersatzteil so wichtig? Wieso soll ich keine Bauteile selbst tauschen?
 

Warum hat Attingo Datenrettung keine Pauschalpreise?

Aus unserer mehr als zehnjährigen Erfahrung wissen wir, dass jeder Fall unterschiedlichen Aufwand bedeutet. Beim „Business Service“ macht Attingo Datenrettung daher erst einen Kostenvoranschlag, wenn wir die Daten bereits retten konnten. Dieser ist verbindlich und wird auch immer eingehalten. Nachverhandeln werden sie bei Attingo nicht erleben. Oft erhalten wir Fälle, die andere Datenretter, die mit Pauschalpreisen arbeiten, dem Kunden als „unrettbar“ zurückgegeben haben. Das liegt möglicherweise daran, dass diesen Unternehmen der Aufwand für die Datenrettung, die zum Pauschalpreis angeboten wurde, zu hoch war. Bei Attingo werden sie so eine Vorgangsweise nicht finden. Wenn ihre Daten noch vorhanden sind, retten wir sie auch.

In selten auftretenden schweren Fällen mit ungewissem Ausgang wird Ihnen Attingo eine sogenannte „erweiterte Analyse“ anbieten. Da diese in der Regel für unsere Spezialisten drei bis vier Wochen Arbeit bedeutet, kalkulieren wir hierfür Fixpreise in Absprache mit dem Kunden.

Für Privatpersonen im Rahmen unseres Economy Service kalkulieren wir die Pauschalpreise aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung sehr kundenfreundlich.

 

Was ist ein Headcrash?

Von einem Headcrash spricht man, wenn die Schreib-Leseköpfe der Festplatte auf der Oberfläche des Datenträgers aufschlagen. Dadurch können eine Reihe von Schäden auf der sehr empfindlichen Magnetschicht auftreten, die die Daten enthält.

Im einfachsten Fall spricht man von einem „Spot“, also einem punktförmigen Einschlag auf der Oberfläche. Diese Schäden sind in der Regel begrenzt, es kommt jedoch darauf an, an welcher Stelle der Spot auftritt. Es können in seltenen Fällen auch Spots auftreten, die massiven Datenverlust nach sich ziehen.

Ein schwierigerer Fall ist das Bilden von „Kerben“ auf der Oberfläche. Diese hinterlassen oft Schäden an der Oberfläche, die wie konzentrische Kreise aussehen. Hierbei können Teile der Schicht abgetragen werden.

Im schlimmsten Fall sind große Teile der Magnetschicht zerstört bzw. nur noch als Partikel vorhanden. Diese Fälle haben eine sehr schlechte Prognose, jedoch kann Attingo oft noch Teile der Daten rekonstruieren.

 

Wie funktioniert ein Schreib-Lesekopf?

Der Schreib-Lesekopf (Head) dient zum Schreiben und Lesen auf der Magnetschicht der Festplatte. Moderne Festplatten haben in der Regel zwei bis achte Heads, nämlich genau zwei pro Magnetscheibe. Im Normalfall schweben die SLK auf einem dünnen Luftpolster über der magnetischen Oberfläche, der durch die Rotation der Platte zustande kommt. Berührt der SLK die Magnetschicht, spricht man von einem Headcrash. Schon ein Staubpartikel in der Größe von einigen Nanometern kann ausreichen, um einen Headcrash zu erzeugen. Ein Öffnen der Festplatte durch Laien kann schwere Schäden nach sich ziehen.

Die Köpfe selbst können sich bei modernen Platten binnen ein bis zwei Millisekunden positionieren.

 

Wie speichert ein Schreib-Lesekopf die Daten?

Der Kopf magnetisiert die Teilchen an der Oberfläche der Festplatte. Dabei werden nicht einzelne Bits (0-1) gespeichert, sondern eine Wellenfunktion, die von einem in der Elektronik der Platte vorhandenen Hochleistungsprozessor in Bits umgerechnet wird.

 

Wie funktioniert das Lager der Festplatte?

Das Lager einer Festplatte ist sehr komplex aufgebaut. Die Magnetscheiben rotieren auf einem Flüssigkeitsfilm, der erst die hohen Rotationsgeschwindigkeiten von bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute (250 Umdrehungen pro Sekunde) zuläßt.

 

Woran erkenne ich einen Headcrash?

Oft kündigt sich ein Headcrash durch ungewöhnliche Geräusche an, die die Festplatte erzeugt. Dazu gehören Klackern, Kratzen, Brummen oder Surren. Es kann auch sein, dass die Platte gar keine Geräusche mehr von sich gibt. Allerdings gibt es auch andere Schäden, die solche oder ähnliche Symptome zeigen. Dazu kommt, dass die Symptome von Hersteller zu Hersteller verschieden sind.

Ein Headcrash kann erst nach dem Öffnen der Festplatte in einem Reinraumlabor durch einen spezialisierten Techniker sicher diagnostiziert werden.

 

Welche Arten von Datenverlust gibt es?

  • Hardwareschäden
    Schäden an der Oberfläche, Schäden an den Schreib-Leseköpfen, Lagerschäden, defekte Spindel, Schaden an elektronischen Komponenten, Prozessoren, Speichermodulen.
  • Physikalische Schäden durch Feuer oder Wasser
  • Softwareschäden
    Datenverlust durch Löschen, Formattieren, teilweises oder vollständiges Überschreiben, Aufspielen einer Recovery CD, Neuinstallation, Viren oder Trojaner. Ausführen von Scandisk, FSCK oder Checkdisc kann oft den Schaden noch vergrößern.
  • Sabotage oder vorsätzliche Datenvernichtung
Häufig zieht ein Defekt an der Hardware einen Softwaredefekt nach sich, bzw. zeigen sich erste Symptome durch Softwarefehler, die jedoch von einem Hardwarefehler verursacht wurden.

Eigene Rettungsversuche durch den User gehen oft mit einer Verschlechterung der Prognose einher. Das gilt vor allem für das Ausführen von Dienstprogrammen wie Scandisk, Checkdisk oder fsck.

In praktisch allen Fällen ist eine Rettung der Daten durch Spezialisten möglich, die Prognose variiert von Fall zu Fall.

 

Wie erkenne ich eine Hardwareschaden?

Alarmsignale sind:
  • Geräusche
  • Geruchsentwicklung
  • Fehlermeldungen wie
  •    „Fehler beim Smartstatus“
       „Datenverlust beim Schreiben“
       „Fehler beim Lesen“
       „Platte wird im Bios nicht erkannt“


 

Welches Risiko habe ich bei einem Selbstversuch?

Es besteht die ernste Gefahr, dass durch Selbstversuche der Schaden noch vergrößert wird. In der Regel kann man davon ausgehen, dass sich durch einen gescheiterten Selbstversuch der Schaden um ein vielfaches vergrößert.

Diese Gefahr besteht insbesondere bei:
  • Kopieren, trotzdem die Platte Geräusche macht
  • Ausführen von Scandisk, Checkdisk oder FSCK
  • Unsachgemäßer Tausch der Elektronik
  • Öffnen der Platte außerhalb eines Reinraumlabors
  • Kühlen der Platte im Kühlschrank (dies wird manchmal fälschlicher Weise im Internet empfohlen)
  • Ausführen von Software oder Neustart des Systems


 

Wie kann ich das Risiko eines Selbstversuchs einschätzen?

Ohne genaue Analyse ist das Risiko unüberschaubar. Bereits am Telefon können die Techniker von Attingo bereits gewisse Defekte ausschließen. Eine genaue Prognose ist jedoch erst in unserem Labor möglich.

 

Wie verschicke/transportiere ich eine Festplatte?

Wir haben eine Extra-Seite zum Thema erstellt: Verpackung.
Oder lesen Sie die wichtigsten Tipps hier:
  • Die Festplatte sollte nur von technisch geschultem Personal aus dem Rechner ausgebaut werden. Attingo berät sie dabei gerne.
  • Sind mehrere Platten vorhanden müssen diese vor dem Ausbau genauestens numeriert oder gekennzeichnet werden. Es muss klar nachvollziehbar sein, wo welche Platte angeschlossen und montiert war.
  • Die Festplatte muss antistatisch verpackt werden. Dies geschieht durch eine spezielle antistatische Verpackung, die im EDV-Handel erhältlich ist. Attingo kann auf Wunsch Verpackungsmaterial beistellen.
  • Danach sollte die Platte in einer, besser jedoch zwei mit Schaumstoff ausgelegten Kisten verpackt werden.
  • Lieber zu viel als zu wenig Schutz für ihre Daten!


 

Welche Anzeichen für Datenverlust gibt es?

  • Geräusche (Klackern, Kratzen, Surren, Brummen)
  • Geruchsentwicklung
  • Selbsttätiges Ein- und Ausschalten der Platte
  • Das System wird langsamer
  • Es tritt ein Bluescreen auf
  • Es kommt laufend zu Abstürzen
  • Typische Fehlermeldungen wie „Fehler beim Smartstatus“, „Datenverlust beim Schreiben“, „Fehler beim Lesen“ oder „Platte wird im Bios nicht erkannt“
  • Dateien können nicht geöffnet werden
  • Scandisk, ChkDisk oder fsck wird automatisch ausgeführt
  • Dateien oder Verzeichnisse verschwinden
  • Es treten kryptische Zeichen auf (etwa Sonderzeichen in Dateinamen)


 

Ich habe ein persönlich zugeschnittenes Raid-System, können Sie dennoch die Daten retten?

Ja! Attingo Datenrettung hat alle am Markt gängigen Controller mit Reverse-Engeneering-Technologie untersucht, die Algorithmen analysiert und in eine eigene Software implementiert. Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung gerade mit Raid-Systemen können wir praktisch bei allen Raid-Systeme Daten retten.

 

Kann Attingo verschlüsselte oder komprimierte Daten wiederherstellen?

Es ist unerheblich, ob das Kennwort vorhanden ist oder nicht: Attingo kann in den meisten Fällen die Daten von verschlüsselten (z.B. SafeGuard Easy) oder komprimierten (z.B. ZIP, GZ, Tar-Archiv) Daten retten, auch wenn Hardwaredefekte vorhanden sind.

 

Ich habe die Platine oder die Stecker an der Harddisk beschädigt, sind die Daten verloren?

Nein. Attingo verfügt über ein Ersatzteillager von mehr als 10.000 Einzelteilen. Üblicherweise sind die gängigen Ersatzteile für eine Reparatur bereits bei uns auf Lager. Wenn nicht, beschaffen wir diese.

 

Wie lange dauert eine Datenrettung?

Die Dauer einer Datenrettung ist von zwei Faktoren abhängig:
  • Dringlichkeitsvorgabe des Kunden
Beim High Priority Service arbeitet Attingo 24 Stunden, sieben Tage die Woche an der Lösung des Falles. Beim Business Service und Economy Service dauert es etwas länger, ist dafür finanziell günstiger. Qualitativ gibt es zwischen den Varianten jedoch keine Unterschiede! Bei Attingo wird jeder Fall mit der gleichen Sorgfalt bedacht.
  • Schwierigkeit des Falles
In seltenen Fällen kann es sein, dass Attingo ein Ersatzteil trotz eines mehr als 10.000 Teile umfassenden Bestandes nicht auf Lager hat. In diesem Fall ist die Dauer der Datenrettung auch von der Lieferfähigkeit der Hersteller bzw. der Lieferanten abhängig.

 

Wieso ist das richtige Ersatzteil so wichtig? Wieso soll ich keine Bauteile selbst tauschen?

Bei Festplatten kann es leider oft vorkommen, dass trotz identer Modellnummern dutzende Submodelle existieren. Um diese zu erkennen, bedarf es Erfahrung, professionellen Wissens und umfangreicher Recherchen. Zudem sind solche Daten meistens nicht einmal bei den Herstellern selbst dokumentiert. Es müssen jedoch alle Bauteile exakt mit dem defekten Modell übereinstimmen, um einen erfolgreichen Tausch vornehmen zu können. Ein unsachgemäßer Austausch eines Bauteiles kann zu weiteren schwerwiegenden Defekten führen bzw. den schon vorhandenen Schaden erheblich vergrößern.
Ein Tausch der Elektronik kann z.B. einen Verlust der sogenannten adaptiven Parameter auf beiden Datenträgern führen. Danach sind beide Datenträger nicht mehr ansprechbar. Adaptive Parameter sind bei der Produktion für jede einzelne Platte (Individuum) geschriebene Werte (z.B. Parameter der Schreib-/Leseköpfe), ohne denen eine Inbetriebnahme des Datenträger nicht möglich ist.
Vertrauen Sie daher auf die Erfahrung und das Know-how der Techniker bei Attingo Datenrettung.

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