Mit der Hitze steigt das Gefahrenpotenzial für Datenträger
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Pressemeldung - Mit der Hitze steigt das Gefahrenpotenzial für Datenträger

Wien, Hamburg - 29. Juni 2021 - DI (FH) Markus Häfele

Mit der aktuellen Hitze steigt auch in diesem Pandemie-geplagten Jahr 2021 das Gefahrenpotenzial für Festplatten, SSDs und auch Smartphones.

Manch sommerliche Temperaturen bedeuten nicht ausnahmslos für jeden gute Laune. Extreme Hitze ist nicht nur für Menschen und Tiere purer Stress. Beim Arbeiten unter sehr hohen Umgebungstemperaturen leiden nicht nur wir, sondern auch die vielen technischen Geräte, auf die wir uns heutzutage verlassen. „Gerade mobile Geräte sind oftmals nur bis zu einer Umgebungstemperatur von 35° im Betrieb und 43° bis 45° im abgedrehten Zustand ausgelegt.“ berichtet Markus Häfele, Geschäftsführer der Attingo Datenrettung GmbH.

Insbesondere in den Sommermonaten verzeichnet Attingo immer wieder eine höhere Anfragenrate bei Festplatten, im Vergleich zum restlichen Jahr. Dies vereint sowohl externe Festplattenlaufwerke als auch interne Festplatten und SSDs in Computern, Laptops sowie in Server-, RAID- oder NAS-Systemen. Der Zusammenhang zwischen hohen sommerlichen Außentemperaturen und einer steigenden Zahl der Anfragen zur Datenrettung ist Jahr für Jahr stets erkennbar.

Ausfälle von Festplatten lassen sich unter Überhitzung oftmals auf durch Materialausdehnung bedingte Headcrashes, Schreib-/Lesekopf-Dejustierungen und defekte Lager zurückführen. Auch können die elektronischen Komponenten oder die gänzlich elektronischen Flash-Speicher in SSDs oder Smartphones und Tablets unter zu hoher Temperaturlast beschädigt werden. Häfele erklärt: „Je höher die durchschnittliche Betriebstemperatur ist, desto höher ist auch das Verschleißpotenzial und die angedachte Lebensdauer eines Datenträgers verringert sich sukzessive. Flash reduziert bei hohen Temperaturen zudem die Leistung um sich nicht selbst weiter zu schädigen.“

Technische Geräte bevorzugen es generell kühl und schattig. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Umgebungstemperaturen sind reines Gift. Unter Volllast – aber auch im regulären Betrieb – erhöht sich in solchen Situationen die Wahrscheinlichkeit , dass Datenträger zeitnahe den Hitzetod sterben. Tipps vom Experten: „Abhilfe schafft bereits eine konstante Luftzirkulation um Hitze abzuführen. Aber auch Digital Detox und den Geräten auch mal Hitzefrei zu geben.“

Um sich einen Eindruck zu verschaffen, genügt es oftmals einfach die Hand vor den abführenden Lüfter zu halten. Anhand der warmen Abluft kann man einen ungefähren Eindruck davon bekommen, welcher Umgebungshitze die Datenträger im Rechnergehäuse ausgesetzt sind. Im wesentlich schlankeren Laptop wirkt sich das nochmal stärker aus. Der Markt für passive und aktive Notebook-Lüftungs-Untersätze kommt nicht von ungefähr.

Denn die Datenträger sind exotherm, kann die erzeugte und abgegebene Hitze nicht reguliert werden, steigt in geschlossenen Räumen schnell die Umgebungstemperatur. Das betrifft unter anderem auch Live-Streamer. Abhängig von der eingesetzten Hardware steigt die Raumtemperatur während des Streamings um mehrere Grad Celsius an.

Aus diesen Gründen sind Serverräume in der Regel auch mit Kühlaggregaten ausgestattet, um eine optimale Betriebstemperatur für Festplatten und SSDs zu erhalten.

Laptops, Smartphones oder externe Festplatten sollten auf keinen Fall im Auto in der prallen Sonne liegen gelassen werden. Und auch wenn es verlockend ist das HomeOffice bei schönem Wetter auf die Terrasse, in den Garten oder den Balkon zu verlegen, Computer und Festplatten sollten jedenfalls im Schatten bleiben und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Doch nicht nur draußen an der frischen Luft lauert Gefahr im HomeOffice: Die im heimischen Büro genutzten privaten Räumlichkeiten weisen in der Regel nicht die Klimatisierung gewerblicher Büroräume auf. Mit bedingt durch die Corona-Pandemie vermehrt ins HomeOffice verlegten Arbeitsplätzen steigt somit das Risiko hitzebedingter Hardware-Ausfälle an.

Und mit jeder Hitzeperiode kommen auch die Unwetter, aber das ist eine andere Geschichte.


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